Magnesium für besseren Schlaf: Tief entspannen und erholt aufwachen

Schlafstörungen sind heutzutage weit verbreitet und betreffen Millionen von Menschen. Wer nachts stundenlang wachliegt, weiß, wie sehr sich Schlafmangel auf die Lebensqualität auswirken kann. Dabei spielt nicht nur Stress eine Rolle, sondern auch Nährstoffmängel.
Besonders Magnesium rückt in diesem Zusammenhang immer stärker in den Fokus. Doch welches Magnesium ist eigentlich das beste, wenn es um erholsamen Schlaf geht?

Um diese Frage zu beantworten, schauen wir uns die Wirkung von Magnesium genauer an, vergleichen verschiedene Magnesiumverbindungen und geben Tipps zur optimalen Einnahme.


Warum Magnesium für guten Schlaf so wichtig ist

Zunächst einmal ist es entscheidend zu verstehen, warum Magnesium überhaupt eine so große Bedeutung für unseren Schlaf hat. Magnesium ist ein lebenswichtiges Mineral, das über 300 enzymatische Prozesse im Körper unterstützt. Es sorgt unter anderem für die Entspannung der Muskeln, die Regulierung des Nervensystems und die Produktion des Schlafhormons Melatonin.

Darüber hinaus trägt Magnesium dazu bei, Stresshormone wie Cortisol zu senken. Wenn Cortisolwerte sinken, fällt es dem Körper leichter, in den Schlafmodus zu wechseln. Mit anderen Worten: Magnesium wirkt beruhigend und ausgleichend – zwei Eigenschaften, die für erholsamen Schlaf unverzichtbar sind.


Welche Magnesiumarten gibt es?

Um besser zu verstehen, welches Magnesium für besseren Schlaf am wirksamsten ist, lohnt sich ein Blick auf die unterschiedlichen Verbindungen. Denn nicht jedes Magnesium wird gleich gut vom Körper aufgenommen.


1. Magnesiumcitrat

Magnesiumcitrat gehört zu den beliebtesten Formen, da es sehr gut bioverfügbar ist. Das bedeutet, dass der Körper es leicht aufnehmen und verwerten kann. Darüber hinaus wirkt es leicht abführend, was bei Menschen mit Verstopfung zusätzlich vorteilhaft sein kann. Allerdings ist es nicht immer ideal vor dem Schlafengehen, wenn ein empfindlicher Darm vorliegt.


2. Magnesiumbisglycinat

Magnesiumbisglycinat gilt als besonders schlaffördernd. Da es an die Aminosäure Glycin gebunden ist, hat es eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Viele Experten empfehlen diese Form speziell bei Schlafproblemen, Stress oder innerer Unruhe. Zudem ist sie sehr gut verträglich und auch für Menschen mit empfindlichem Magen geeignet.


3. Magnesiumoxid

Magnesiumoxid ist zwar weit verbreitet, wird jedoch schlechter aufgenommen. Zwar enthält es einen hohen Magnesiumgehalt, doch der Körper kann davon nur wenig verwerten. Für den gezielten Einsatz bei Schlafstörungen ist es daher weniger geeignet.


4. Magnesiumtaurat

Eine weitere interessante Form ist Magnesiumtaurat. Taurin unterstützt das Herz-Kreislauf-System und kann ebenfalls beruhigend wirken. Wer also nicht nur unter Schlafproblemen, sondern auch unter Herzrasen oder Stresssymptomen leidet, könnte von dieser Variante profitieren.


5. Magnesiumchlorid

Magnesiumchlorid wird oft in Form von Bädern oder Ölen verwendet. Über die Haut aufgenommen, kann es entspannend wirken und Verspannungen lösen. Insbesondere abendliche Fußbäder mit Magnesiumchlorid sind eine beliebte Methode, um Körper und Geist auf die Nachtruhe vorzubereiten.


Welches Magnesium ist nun das beste für besseren Schlaf?

Zusammenfassend lässt sich sagen: Magnesiumbisglycinat ist die erste Wahl, wenn es um Schlafqualität geht. Seine beruhigende Wirkung, die hohe Verträglichkeit und die gute Bioverfügbarkeit machen es ideal für Menschen, die an Einschlaf- oder Durchschlafproblemen leiden.

Wer zusätzlich Verdauungsprobleme hat, könnte auch von Magnesiumcitrat profitieren. Für gezielte Entspannung am Abend bieten sich zudem Magnesiumchlorid-Bäder an. Am wenigsten geeignet für den Schlaf ist hingegen Magnesiumoxid, da es schlecht verwertet wird.


Tipps zur Einnahme von Magnesium für besseren Schlaf

Damit Magnesium seine volle Wirkung entfalten kann, sollten einige Punkte beachtet werden:

  • Einnahmezeitpunkt: Am besten wird Magnesium abends eingenommen, da es beruhigend wirkt und den Körper optimal auf die Nachtruhe vorbereitet.
  • Dosierung: Üblich sind 200–400 mg pro Tag. Wer unter starken Schlafproblemen leidet, sollte sich jedoch an die individuelle Empfehlung eines Arztes oder Heilpraktikers halten.
  • Kombination: Magnesium lässt sich gut mit weiteren schlaffördernden Nährstoffen wie Glycin, L-Tryptophan oder Melatonin kombinieren.
  • Konstanz: Eine regelmäßige Einnahme ist entscheidend, da Magnesiumspeicher im Körper erst nach und nach aufgefüllt werden.


Fazit

Magnesium ist ein echter Schlüssel für besseren Schlaf. Besonders Magnesiumbisglycinat hat sich als wirksam erwiesen, um Stress zu reduzieren, das Nervensystem zu beruhigen und die Schlafqualität langfristig zu verbessern. Wer auf eine gezielte Form achtet und Magnesium regelmäßig einnimmt, kann sich über erholsamere Nächte und mehr Energie am Tag freuen.

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